(RS). Auch nach dem 5. Lauf zur Tourenwagen-WM (WTCC) im tschechischen Brünn hat das
Championat keinesfalls an Spannung verloren. Dazu hat natürlich Alex Zanardi mit seinem Sieg im ersten Lauf beigetragen. Der italienische BMW-Pilot freute sich am Samstag über seine erste Pole – Position.
“Ich hatte Glück und habe eine freie Runde erwischt“, so Zanardi nach dem Qualifying. Seinem Teamkollegen Felix Porteiro gelang ebenfalls eine Top-Runde, die am Ende Startplatz drei bedeutete. Als das erste Rennen gestartet wurde übernahm Zanardi noch vor der ersten Kurve die Führung. Fast in Dreierformation bogen die Zweiliter-Tourenwagen in die Rechtskurve nach Start- und Ziel ein. Felix Porteiro verteidigte Platz zwei, vor dem schnellsten Chevrolet mit Alain Menu. Nach drei Runden gelang es dem Führungstrio sich etwas Luft nach hinten zu schaffen. Dies sollte bis ins Ziel so bleiben, wo Zanardi lediglich 0,825 Sekunden Vorsprung auf Porteiro hatte. Hinter dem dritten Alain Menu schossen Augusto Farfus und Jörg Müller heran. Beide BMW – Werkspiloten trennten im Ziel gerade mal 3 Sekunden. Im zweiten Lauf zeigte Gabriele Tarquini seine Erfahrung und ließ vom dritten Startplatz aus mit dem Turbodiesel – Seat der Konkurrenz keine Chance. Tarquini machte ab sofort die Pace mit Blick auf den Sieg.
Alex Zanardi arbeitete sich derweil vom achten Startplatz nach vorn und fuhr die schnellsten Runden.
Während sein Landsmann Tarquini von seinen Markenkollegen allein gelassen wurde kamen die BMW 320si immer näher heran. Dazu gesellte sich Robert Huff, der ständig mit seinem Chevrolet Lacetti in Podestnähe lag. Eine Runde vor Schluss der 10 Rundenjagd griff Zanardi Tarquini an. Dieser wehrte sich vehement bis ins Ziel, wo er mit 0,360 Sekunden Vorsprung den Sieg für Seat rettete. Hinter dem phantastisch kämpfenden Zanardi wurde Robert Huff Dritter. Der Brite konnte sich allerdings nicht lange über seinen Podestplatz freuen.
Auf Grund von technischen Unregelmäßigkeiten wurde Huff disqualifiziert. Die Rennkommissare
stellten am Chevrolet Lacetti einen nicht regelkonformen Frontstabilisator fest. Somit rutschte Augusto Farfus auf den dritten Rang. Das man in der WTCC stark durchgreift, bewiesen die Randerscheinungen des Qualifyings. So wurde Nicola Larini mit 2000,-Euro Geldstrafe belegt, weil er das Training mit einer feuerfesten Unterwäsche und Schuhe bestritt, wo bereits die Homologation abgelaufen war. Kurioses stellten die Sportkommissare beim Spanier Sergio Hernandez fest. Er absolvierte das Qualifying ohne Socken und bezahlte daraufhin 1500,-Euro Strafe.